Was ist ein Espresso Lungo?

Das Wort Lungo kommt aus dem italienischen und steht für lang. Ein Espresso Lungo wird mit etwas mehr Wasser zubereitet als ein Espresso, wie wir ihn normalerweise kennen. Der Espresso Lungo ist die Basis für andere Espressogetränke wie z.B. einen Latte Macchiato.

Zubereitung Espresso Lungo

Beim Espresso Lungo wird mit 7-8g die gleiche Menge Kaffeemehl verwendet wie beim herkömmlichen Espresso. Der Unterschied in der Zubereitung liegt darin, dass beim Espresso Lungo das Wasser und die Bezugszeit verdoppelt werden. Beim Espresso Lungo sind das dann ca. 60ml Wasser und 50 Sekunden Bezugszeit.

Durch dieser Art der Zubereitung fließt deutlich mehr Wasser durch die gleiche Anzahl Kaffeemehl wie bei einem normalen Espresso. Das hat zur Folge, dass der Espresso Lungo geschmacklich bei weitem nicht so intensiv schmeckt wie ein normaler Espresso. Es schmeckt jedoch durch die längere Bezugszeit von ca. 50 Sekunden etwas bitterer.

Am besten einfach mal ausprobieren.

Kaffee und Espresso. Was ist der Unterschied?

Was genau ist der Unterschied zwischen Kaffee und Espresso?

Wir trinken in Deutschland pro Sekunde 2315 Tassen Kaffee. Das entspricht etwa 73 Milliarden Tassen im Jahr. Der Deutsche kauft im Schnitt 6,9 kg Kaffee im Jahr ein. Das ist Grund genug, den Unterschied zwischen Kaffee und Espresso näher zu betrachten.

Kaffee wird in Deutschland mehr getrunken als Mineralwasser oder Bier. Grund genug, sich mit dem Heißgetränk näher auseinanderzusetzen. Mit Kaffee sind natürlich nicht nur schwarzer Kaffee oder Milchkaffee gemeint. Es kommen der Vollständigkeit halber auch Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato hinzu.

Espresso schmeckt stärker als Kaffee. Das heißt aber nicht, dass Espresso auch mehr Koffein beinhaltet als Kaffee. Das Gegenteil ist der Fall. Espresso hat weniger Koffein als Kaffee. Das Druckbrühverfahren zur Espresso Zubereitung extrahiert weniger Koffein aus dem Pulver als es beim normalen Filterkaffee der Fall ist. Die Daumenregel ist, dass Kaffee etwas doppelt soviel Koffein beinhaltet als Espresso.

Der Espresso schmeckt intensiver als Kaffee. Das hat mehrere Ursachen. Bei der Espressozubereitung wird deutlich weniger Wasser verwendet (25-30ml) als bei einem Kaffee. Dadurch wird das Kaffeemehl konzentrierter extrahiert und der Espresso schmeckt intensiver.
Espresso schon den Magen. Die Kaffee Bohnen werden heller geröstet als die Espresso Bohnen. Dadurch enthält der Kaffee mehr Säure als ein Espresso. Dadurch ist ein Espresso automatisch auch etwas magenschonender im Vergleich zum Kaffee. Wer also den Kaffee nicht verträgt, der sollte mal einen Espresso versuchen.

Espresso aus Siebträgermaschinen

Espresso in Handarbeit

Bei den Siebträgermaschinen wird das Kaffeepulver in den sogenannten Siebträger eingefüllt und mit einem Tamper festgedrückt. Unter Druck (Pumpe oder Handhebel) wird dann der Espresso erzeugt.

Bei Siebträgermaschinen wird ständig an der Optimierung des Espressos „gefeilt“. Es gibt viele Möglichkeiten zur Beeinflussung des Geschmacks. Dazu zählen Mahlgrad, Bohnensorte, Festigkeit beim „Tampern“ (~ 20 kg), Brühdruck, Temperatur und Wassermenge. Es kann ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, bis der angehende Barista einen wirklich perfekten Espresso erzeugt hat. Bei dem Ergebnis handelt es sich aber um einen Espresso, der in dieser Qualität nie von einem Vollautomaten erreicht werden kann.

Must Have: Die Kaffeemühle

Ein notwendiges Zubehör ist die Kaffemühle, die einen großen Einfluss auf die Qualität des Espressos hat. Der Mahlgrad ist ein wichtiges Kriterium für einen guten Espresso. Es gilt die richtige Mischung für die Bohnen zu finden. Bei 25 Sekunden Brühzeit müssen genau 30 ml Espresso erzeugt werden. Dann spricht man von einem perfekten Espresso. Ist der Mahlgrad zu fein, werden keine 30 ml in 25 Sekunden erzeugt. Ist der Mahlgrad zu grob, werden mehr als 30 ml erzeugt.